Fluvoxamin im Überblick: Einsatzgebiete und Erfahrungen zu Wirkung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen

Fluvoxamin: Welche Erfahrungen gibt es zur Wirkung, Nebenwirkungen und den verschiedenen Einsatzgebieten, z.B. als Antidepressivum? (© MQ-Illustrations / stock.adobe.com)

Fluvoxamin ist ein in Deutschland zugelassener und mittlerweile nicht mehr sehr populärer Wirkstoff in einem SSRI Antidepressivum. Es handelt sich dabei um einen selektiven Serotonin-Aufnahmehemmer (SSRI).

Eingesetzt wird Fluvoxaminmaleat vornehmlich bei der Behandlung von Zwangsstörungen, gelegentlich auch bei Angststörungen oder Depressionen. Medikamente mit Fluvoxaminmaleat stellen aber kein klassisches Antidepressivum dar. Dieser SSRI Hemmer wird dennoch gelegentlich bei Schwangerschaftsdepressionen oder wegen Angst- und Zwangsstörungen bei Kindern verordnet.

In neuerer Zeit machte Fluvoxamin kurzzeitig Furore, als es in völlig anderer Verwendung hilfreich zu sein schien: als Off Label-Medikament zur Behandlung von Covid 19. Doch es erwies sich, dass dieses Arzneimittel im Test keine nennenswerte Wirkung zeigte. Es wurde seitens der FDA daher nicht für diese Verwendung zugelassen. Doch es ist nicht ungewöhnlich, dass bestimmte Medikamente einen Nebennutzen haben können, der ihren Erfolg auf anderer Ebene sichert.

Ein gutes Beispiel dafür ist das Blutdruckmittel Viagra, das schließlich als erster hochwirksamer PDE-5-Hemmer zur Behandlung von erektiler Dysfunktion und Potenzstörungen zum Mega-Seller wurde. Gleiches hoffte man wohl von diesem und anderen Wirkstoffen.

Quellen:

Was für ein Medikament ist Fluvoxamin?

Fluvoxaminmaleat wurde im Jahre 1983 erstmals an 35.000 Patienten getestet. Daraufhin wurde es zugelassen. Das Präparat kam dann als Medikament gegen Zwangsstörungen zunächst nur in der Schweiz auf den Markt. Später folgten die USA und Europa. Fluvoxaminmaleat gehört zur Klasse der SSRI Hemmer. Das einst erfolgreiche Präparat wird Patienten mit Zwangsstörungen, Angststörungen oder einer Depression heutzutage nicht mehr häufig verschrieben. Der Grund: Es gibt mittlerweile bessere SSRI Hemmer oder sogenannte SSNRI Medikamente, die deutlich weniger Nebenwirkungen haben.

Dennoch war dieses Arzneimittel ein wirtschaftlicher Erfolg. Allein im Jahre 1993 wurden damit 10 Millionen Menschen weltweit behandelt. Hersteller Solvay konnte zufrieden sein. Er hatte mit Fluvoxamin einen Wirkstoff entwickelt, der seinerzeit sehr beliebt war. Gegen Zwangsstörungen durfte er bereits Kindern ab acht Jahren verordnet werden. Doch auch bei Kindern werden heutzutage meist andere Präparate mit geringeren Nebenwirkungen genutzt.

Kinder stellen bei Zwangsstörungen einen Großteil der Patienten, da sie innere Konflikte ohne Hilfe nur schwer verarbeiten können. Sie entwickeln daher oft Depressionen, Angst- oder Zwangsstörungen zur Kompensation ihrer Gefühle. Erwachsene Patienten erhielten dieses Arzneimittel gelegentlich als Antidepressivum in der Schwangerschaft oder zur Behandlung von Angststörungen.

Quellen:

Welche Medikamente enthalten Fluvoxamin?

Verschiedene SSRI Medikamente mit dem Wirkstoff Fluvoxaminmaleat sind erhältlich. Zu ihnen gehören

  • Fevarin 50 mg
  • Fevarin 100 mg
  • Fluvoxamin Neuraxpharm 50 mg
  • Fluvoxamin Neuraxpharm 100
  • Floxyfral
  • Flox-Ex
  • oder Luvox

als Handelsname. Außerdem gibt es einige Generika mit Fluvoxaminmaleat. Alle diese Medikamente müssen vom Arzt verordnet werden. Sie sind aus guten Gründen rezeptpflichtig.

Quellen:

  • deprimed.de/fluvoxamin/

Wie wirkt Fluvoxamin?

Dieser Serotonin Wiederaufnahmehemmer zeigt Wirkung durch die selektive Hemmung des Abbaus von Serotonin. Dadurch kommt es zu einer gesteigerten Freisetzung von Serotonin, da die Serotonin-Rezeptoren vom Fluvoxaminmaleat angesprochen werden. Gehemmt wird also die Wiederaufnahme des Serotonins.

Wie genau eine Depression entsteht, ist bis heute nicht zur Gänze geklärt. Man geht in Fachkreisen von einer multifaktoriellen Verursachung der Depression aus. Eine der medizinischen Theorien geht davon aus, dass eine Beeinflussung bestimmter Neurotransmitter zu einer Besserung beim Patienten führt. Im Blickpunkt standen dabei vor allem das Serotonin, aber auch das Noradrenalin. Der vermutete Mangel dieser Neurotransmitter in bestimmten Gehirnregionen sollte mit entsprechenden Medikamenten behoben werden. Dazu musste ein Mechanismus ersonnen werden, der die Botenstoff-Konzentration im Gehirn verbessert.

Mit den SSRI Hemmern wurde diese Aufgabe erstmals geleistet. Diese Arzneimittel hemmen selektiv den „Transporter“, der das Serotonin zur Wiederaufnahme in das präsynaptische Neuron bringen sollte. Dadurch konnte die Wirkung des Botenstoffs länger anhalten. Bis dieses Medikament Wirkung zeigt, können jedoch zwei bis vier Wochen nach der ersten Einnahme vergehen. Durch den verspäteten Wirkungseintritt müssen die Patienten folglich einige Zeit ohne einen Therapie-Effekt ausharren (vgl. auch Sertralin Wirkungseintritt). Das kann schwierig sein. Darauf muss der behandelnde Arzt Rücksicht nehmen.

Die Behandlung mit Fluvoxaminmaleat muss diese Latenzzeit gegebenenfalls berücksichtigen und – wenn nötig – mit einem anderen Arzneimittel überbrücken. Außerdem sollte der Patient begleitend eine Psychotherapie beginnen. Das ist jedoch wegen der ebenfalls langen Wartezeiten für Therapieplätze fast unmöglich. Da diese Art der Medikamente in den Hirnstoffwechsel eingreift, sind sie jedoch nicht ohne Rezept erhältlich. Psychopharmaka sind wegen der Risiken einer Verschlechterung oder starker Nebenwirkungen verschreibungspflichtig.

Zudem müssen neben den Nebenwirkungen auch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten oder Gegenanzeigen beachtet werden. Die Einnahme von SSRI Präparaten muss ärztlich überwacht werden. SSRI Hemmer müssen zudem behutsam ein- und ausgeschlichen werden. Die Patienten können dieses Medikament daher nicht rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Sie dürfen es nicht eigenmächtig absetzen. Da dieser Wirkstoff auch bei Kindern oder schwangeren Frauen zur Anwendung kommen kann, muss die Wirkung umso engmaschiger überwacht werden.

Quellen:

  • pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Fluvoxamin
  • medikamio.com/de-de/medikamente/fluvoxamin-al-100-mg-filmtabletten/pil
  • beipackzetteln.de/fluvoxamin-100-mg

Welche Nebenwirkungen können durch Fluvoxamin auftreten?

Medikamente mit dem Wirkstoff Fluvoxaminmaleat wurden hauptsächlich zur Behandlung von Zwangsstörungen eingesetzt. Bei der Therapie von Depressionen oder Angststörungen erwiesen sich solche Präparate als weniger effektiv. Sie hatten zudem viele Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und Kontraindikationen. Trotzdem wurde der Wirkstoff gelegentlich als Antidepressivum eingesetzt.

Die Einnahme über Filmtabletten ist angenehm. Die damit behandelten Patienten klagten jedoch über zahlreiche Nebenwirkungen. Außerdem fanden sich Wechselwirkungen mit diversen anderen Medikamenten, die als Risiko wahrgenommen wurden. Die Einnahme der Tabletten wurde daher engmaschig überwacht, damit keine Verschlechterung der Erkrankung eintrat. Im Beipackzettel werden für diesen Serotonin Hemmer folgende Nebenwirkungen und Symptome genannt:

  • Unwohlsein
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Schlaflosigkeit
  • Nervosität
  • Übelkeit
  • Schläfrigkeit
  • Schwitzen und Schweißausbrüche
  • Zittern
  • innere Unruhe
  • Herzrasen oder Tachykardie
  • Bauchschmerzen
  • Verstopfung oder Durchfall
  • oder Mundtrockenheit.

Daher dürfen Antidepressiva mit einem Serotonin Hemmer nicht ohne Rezept abgegeben werden. Man kann sie aus gutem Grund nicht in der Apotheke kaufen oder ohne Rezept im Internet bestellen.

Zu beachten sind Wechselwirkungen von Medikamenten mit Fluvoxaminmaleat mit einer ganzen Reihe von Medikamenten verschiedenen Typs – Erfahrungen zu Fluvoxamin Nebenwirkungen und Wechselwirkungen zeigen das. Das Risiko einer Verschlechterung ergibt sich, wenn die Patienten das Medikament wegen der Nebenwirkungen eigenmächtig absetzen oder aus unseriösen Quellen im Internet kaufen. In diesem Fall können zahlreiche Symptome auftreten. Sie ähneln den Nebenwirkungen des Medikaments.

Quellen zu Fluvoxamin Nebenwirkungen:

Erfahrungen zu Fluvoxamin Nebenwirkungen beim Einsatz als Antidepressivum finden sich online eher schwierig. Die meisten Seiten listen einfach die Angaben aus dem Beipackzettel auf. (Screenshot Google-Suche nach Fluvoxamin Nebenwirkung, September 2022)
Erfahrungen zu Fluvoxamin Nebenwirkungen beim Einsatz als Antidepressivum finden sich online eher schwierig. Die meisten Seiten listen einfach die Angaben aus dem Beipackzettel auf. (Screenshot Google-Suche nach Fluvoxamin Nebenwirkung, September 2022)

Die Therapie von Zwangsstörungen

Zwangsstörungen bedürfen wegen des Leidensdrucks und der Art der Erkrankung einer gezielten Behandlung. Gehen sie mit einer Depression einher, könnte Fluvoxamin eine ausreichend gute Wirkung haben. Es gibt jedoch mittlerweile bessere Arzneimittel und modernere Therapieansätze.

Die Behandlung von Zwangserkrankungen wird in zwei Komponenten aufgeteilt, die effektiv zusammenwirken sollten: die medikamentöse Therapie und die psychotherapeutische Behandlung. Bei leichteren Zwangsstörungen können auch Maßnahmen der Selbsthilfe sinnvoll sein. Betroffenen können sich beispielsweise mit den Ursachen ihrer Zwangshandlungen oder Zwangsgedanken befassen. Sie können durch die Konfrontation damit den nachfolgenden Zwangsimpuls abschalten lernen.

Statt Antidepressiva einzunehmen (siehe auch: Welche Antidepressiva gibt es?), könnten in manchen Fällen u.U. auch pflanzliche Präparate  (Johanniskraut) oder bei entsprechend geneigten Patienten Homöopathie (Globulis gegen Angst) zur Anwendung kommen. Bei Antriebslosigkeit durch eine Depression wären stimulierende Medikamente sinnvoll (siehe: Medikament gegen Antriebslosigkeit). Mit Hilfe der Meditation oder von anderen Entspannungstechniken können Zwangsgedanken beobachtet, als zwanghaft erkannt und nach und nach losgelassen werden.

Zudem hilft es den Betroffenen oft, pflanzliche Beruhigungsmittel oder CBD einzunehmen. Diese sind rezeptfrei beim Apotheker, in Drogeriemärkten oder im Online-Handel erhältlich. Die Dosierung solcher Präparate ist einfach. Jeder muss selbst herausfinden, ob diese Maßnahmen wirklich hilfreich sind. Der Leidensdruck, der Grad sozialer Ausgegrenztheit und die Dauer der Erkrankung sollten darüber entscheiden, ob eine Therapie notwendig ist.

Angstattacken oder Zwangshandlungen und -gedanken bei Kindern sind oft auf unbewältigte innere Konflikte zurückzuführen (vgl. auch: Kind hat vor allem Angst). Die Erfahrungen besagen, dass Kinder ihre inneren Nöte, Ängste und Befürchtungen nur schwer äußern können. Sie agieren sie in anderer Form aus, beispielsweise als Magersucht, zwanghaftes Lecken der Lippen, das Ritzen der Arme oder ständiges Kontrollieren bestimmter Dinge (siehe auch: agitiert depressiv). Da aber auch Kinder schon Erfahrungen mit Mobbing, Gewalt, Scheidungen, dysfunktionalen Beziehungen der Eltern, Alkoholismus oder Drogensucht machen, können auch sie von psychischen Erkrankungen betroffen sein.

In diesem Fall ist psychotherapeutische Hilfe notwendig. Inwieweit zusätzlich medikamentöse Hilfe notwendig wird, muss der behandelnde Arzt klären. Bei Kindern sind viele Medikamente, die starke Nebenwirkungen haben, nicht ratsam. Die Dosis muss bei Kindern angepasst werden, damit es keine negativen Auswirkungen gibt. Daher sind Präparate vorzuziehen, die besser für Kinder geeignet sind als Fluvoxaminmaleat. Bei Jugendlichen sollte darauf hingewiesen werden, dass Alkohol und Antidepressiva in der Kombination fatale Auswirkungen haben können. Auch Koffein und Kokain vertragen sich nicht gut damit. Sie werden erheblich in der Wirkung verstärkt, wie verschiedene Fluvoxamin Erfahrungen zu Nebenwirkungen und Wechselwirkungen zeigen.

Eine Depression mit Alkohol „behandeln“ zu wollen, muss fehlschlagen. Der Preis für diese Wahl ist zu hoch. Er kann auf Dauer zu Substanz-Abhängigkeit, Kopfschmerzen, Verwirrtheitszuständen, Koma oder Herzstillstand führen. Der Gang zum Arzt ist die bessere Wahl, wenn eine Depression, Ängste oder zwanghafte Gedanken und Handlungen bemerkt werden. Solche Probleme weiten sich mit den Jahren so aus, dass Leidensdruck entsteht. Die Betroffenen isolieren sich immer weiter von ihrem Umfeld. Viele Betroffene schämen sich, sich nicht mehr im Griff zu haben. Mit einer Verhaltenstherapie lässt sich das aber ändern.

Die Therapie bei Kindern und Jugendlichen sollte möglichst frühzeitig einsetzen. Die Erkrankung sollte sich bei Kindern oder Erwachsenen nicht so verfestigen können, dass sie kaum noch behandelt werden kann (vgl.: Sollte ich zu einem Psychologen).

Quellen:

  • oberbergkliniken.de/artikel/zwangsstoerungen-behandeln-selbsthilfe-therapiemoeglichkeiten
  • netdoktor.de/krankheiten/zwangsstoerung/
  • gesundheitsinformation.de/behandlung-von-zwangsstoerungen.html
  • therapie.de/psyche/info/index/diagnose/zwang/therapie/

Welche Arzneimittel darf man nicht mit Fluvoxamin kombinieren?

Wechselwirkungen und Gegenanzeigen sind bei SSRI Hemmern gehäuft im Beipackzettel zu finden. Das hat etwas mit dem Eingriff in den Hirnstoffwechsel und die Tätigkeit der Botenstoffe zu tun. Die Einnahme von Fluvoxamin ist laut Beipackzettel kontraindiziert, wenn

  • eine bekannte Allergie gegenüber einem Wirkstoff vorliegt
  • der Patient einen MAO Hemmer einnehmen muss
  • der Patient in den letzten 14 Tagen Mao Hemmer genutzt hat
  • die Antidepressiva Duloxetin oder Agomelatin einnimmt
  • Parkinson-Medikamente wie Selegilin einnimmt
  • Antidepressiva wie Moclobemid oder Tranylcypromin einnehmen muss
  • jemand wegen Muskelverspannungen mit dem Wirkstoff Tizanidin behandelt wird
  • jemand das Antibiotikum Linezolid erhält, weil er eine schwer behandelbare Infektion hat
  • oder wegen Schlafstörungen Medikamente mit dem Wirkstoff Ramelteon einnehmen soll.

Außerdem ist besondere Vorsicht im Umgang mit diesem Medikament angeraten, wenn

  • ein Patient durch eine erhöhte Blutungsneigung aufgefallen ist
  • jemand von Bluterkrankungen oder Blutungsstörungen in der Familie weiß
  • eine Person wegen Leber- oder Nierenfunktionsstörung in medizinischer Behandlung ist
  • ein Patient an einer Form der Epilepsie leidet
  • jemand Medikamente wie bestimmte Antipsychotika oder Entzündungshemmer sowie solche mit Acetylsalicylsäure, einnimmt
  • ein Patient Lithium-haltige Medikamente einnehmen muss
  • jemand bestimmte Migränemittel einnehmen muss
  • eine Person Nahrungsergänzungsmittel mit der Aminosäure Tryptophan nutzt
  • oder wegen Epilepsie Antiepileptika verordnet bekam.
Fluvoxamin: Welche Erfahrungen gibt es zur Wirkung, Nebenwirkungen und den verschiedenen Einsatzgebieten, z.B. als Antidepressivum? (© MQ-Illustrations / stock.adobe.com)
Fluvoxamin: Welche Erfahrungen gibt es zur Wirkung, Nebenwirkungen und den verschiedenen Einsatzgebieten, z.B. als Antidepressivum? (© MQ-Illustrations / stock.adobe.com)

Schadet die Einnahme von Fluvoxaminmaleat in der Schwangerschaft?

In der Schwangerschaft und in den Wochen der Stillzeit sollte die Dosierung von Fluvoxamin angepasst oder ein anderes Arzneimittel verwendet werden. Die Erfahrungen mit diesem Präparat sind mittlerweile umfassend. Es gibt bereits diverse Studien über die Wirkung von solchen Antidepressiva und Psychopharmaka in der Schwangerschaft. Jede Studie besagt, dass das Risiko für eine Fehlgeburt durch die Einnahme im ersten Trimenon relativ gering ist. Fehlbildungen können jedoch mit erhöhten Risiken behaftet sein.

Nach einer Therapie mit solchen SSRI Hemmern wurden bei den Föten und bei Neugeborenen jedoch zahlreiche funktionelle Auswirkungen und Symptome wie Erregbarkeit, erhöhter Muskeltonus, Tremor, Atemnot, Trinkstörungen, gesteigerte Schreckhaftigkeit, Hypoglykämie sowie auffällig anderes Schlafverhalten registriert. Zum einen repräsentieren diese Symptome möglicherweise Entzugserscheinungen. Zum anderen weist die eine oder andere Studie auf eine serotonerge Toxizität des Wirkstoffes für Neugeborene hin. Das sind natürlich keine guten Fluvoxamin Erfahrungen.

Die genannten Symptome treten bei Neugeborenen in den beiden Tagen nach der Geburt auf. Sie können zwei Wochen, aber längstenfalls einen Monat anhalten. Daher ist die Behandlung einer Schwangerschaftsdepression mit SSRI zulässig. Sie birgt bei angepasster Dosis und ständiger Überwachung der Behandlung kein gesteigertes Risiko. Es ist jedoch ratsam, vor der Geburt die Dosis des Medikaments abzusenken. Dies muss jedoch in Ansprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen. Eine Dosis-Senkung darf zum Schutz des Kindes und der eigenen Gesundheit nicht eigenmächtig entschieden werden. Vgl. auch: Amitriptylin Tropfen.

Die Erfahrungen in der Stillzeit sind ähnlich gut. Die Neugeborenen erhalten mit der Muttermilch keine oder nur geringe Dosen des Antidepressivums. Die gestillten Kinder hatten meistens keine Symptome. Daher kann Fluvoxamin in der Stillzeit genutzt werden.

Fluvoxamin Erfahrungen in der Schwangerschaft: Quellen: