Sertralin: Erfahrungen zu Wirkung, Nebenwirkungen, Langzeitschäden

Sertralin Formel | Welche Erfahrungen zu Wirkung, Nebenwirkungen und sonstige Erfahrungsberichte zum Arzneimittel gibt es? (© molekuul.be / stock.adobe.com

Sertralin ist ein Wirkstoff, der als Antidepressivum aus dem Pool der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) stammt. Serotonin ist sowohl ein Gewebshormon wie auch ein Botenstoff, der von Natur aus im Organismus anwesend ist. Der Medikamentenwirkstoff wird unter den Handelsnamen Gladem oder Zoloft als Filmtablette verordnet. Zudem sind Generika mit diesem Inhaltsstoff erhältlich. Wer gerade eine Gewichtsabnahme anstrebt, sollte jedoch lieber kein Antidepressivum einnehmen.

Bei der Behandlung einer Depression mit einem Wiederaufnahmehemmer (SSRI) wird dafür gesorgt, dass das Serotonin länger im Botenstoffwechsel des Gehirns erhalten bleibt, statt abgebaut zu werden. Das Medikament Sertralin ist aus guten Gründen verschreibungspflichtig. Es kann bei depressiven Schüben nicht vom Apotheker rezeptfrei abgegeben werden. In klassischer Verwendung wird die Einnahme der Filmtabletten bei Depressionen, Zwangserkrankungen, Angststörungen (vgl. auch: Tabletten gegen Angstzustände) und Panikstörungen sowie posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) vorgenommen. Der Hersteller dieses 1997 zugelassenen Arzneimittels ist Pfizer.

Psychopharmaka-Arzneistoffe wie Sertralin greifen in den Gehirnstoffwechsel ein. Gegen depressive Störungen haben sich nach einschlägigen Erfahrungen vor allem SSRI (Serotonin Wiederaufnahme Hemmer) bewährt. Dennoch lesen sich Sertralin Erfahrungsberichte nicht immer eindeutig. Es gibt auch Alternativen wie MAO Hemmer, trizyklische Arzneimittel und andere. (© meletver / stock.adobe.com)
Psychopharmaka-Arzneistoffe wie Sertralin greifen in den Gehirnstoffwechsel ein. Gegen depressive Störungen haben sich nach einschlägigen Erfahrungen vor allem SSRI (Serotonin Wiederaufnahme Hemmer) bewährt. Dennoch lesen sich Sertralin Erfahrungsberichte nicht immer eindeutig. Es gibt auch Alternativen wie MAO Hemmer, trizyklische Arzneimittel und andere. (© meletver / stock.adobe.com)

Die Wirkung von Sertralin

Die antriebssteigernde Wirkung von Sertralin ist häufig schon nach der ersten Einnahme spürbar. Es kann folglich auch gleich zu innerer Unruhe, Angst oder vermehrtem Schwitzen kommen. Der Eintritt der stimmungsaufhellenden Wirkung dauert etwas länger (vgl. Sertralin Wirkungseintritt). der Stimmungs-Aufschwung tritt jedoch spätestens nach einer Woche ein. In den folgenden 14-21 Tagen verstärken sich beide Wirkungen. Es kann anfangs zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Schwindel, Kopfschmerzen oder höherem Blutdruck kommen (siehe Sertralin Nebenwirkungen). Die Erfahrungen besagen aber, dass diese bald nachlassen. Langzeitschäden durch die Inhaltsstoffe sind nicht bekannt.

Die Filmtablette wird oral eingenommen. Den Anweisungen des Arztes bezüglich der Einnahme und der Dosierung ist Folge zu leisten. Die Packungsbeilage sollte wegen der Gegenanzeigen und Wechselwirkungen sorgfältig gelesen werden. Der Wirkstoff ist Sertralin-Hydrochlorid. Wegen seiner antriebssteigernden Wirkung ist eine morgendliche Einnahme der Tabletten empfehlenswert. Der Wirkstoff aus der Tablette wird nach Ablauf der Wirkdauer über die Leber und die Niere ausgeschieden. Je nach Erkrankung werden Sertralin-haltige Filmtabletten mit 25 mg, 50 mg oder mehr verschrieben. Als Höchstdosis gelten 200 mg je Tag.

Quellen:

  • netdoktor.de/medikamente/sertralin/
  • gedankenwelt.de/sertralin-wie-wirkt-es-und-was-sind-moegliche-nebenwirkungen/
  • doktorweigl.de/medikamente/sertralin-das-antidepressivum-wirkung-nebenwirkung-und-anwendungsgebiete-11615/

Wichtige Einnahmehinweise

Die Tabletten können unabhängig von einer Mahlzeit eingenommen werden. Eine Langzeiteinnahme ist bei manchen Erkrankungsformen ohne weiteres möglich. Sollte die anfangs verordnete Sertralin Dosis von 25 mg oder 50 mg nicht genügen, kann die verordnete Tagesdosis zunächst auf 100 mg, dann schrittweise auf 150 mg und schließlich auf 200 mg als verträgliche Höchstdosis erhöht werden. Die verordnete Tagesdosis sollte jedoch nur einmal je Woche vom behandelnden Arzt erhöht werden. Eigenmächtig sollte die Sertralin Dosis nicht erhöht werden. Vor allem aber sollte niemand dieses Arzneimittel eigenmächtig absetzen. Man muss es unter ärztlicher Aufsicht langsam ausschleichen.

Bei der Behandlung von Zwangsstörungen kann die Wirkung etwas länger auf sich warten lassen. Das ist vollkommen normal. Der behandelnde Arzt wird seinen Patienten sicher darauf hinweisen. Er wird möglicherweise auch auf die lange Halbwertszeit und mögliche Probleme mit dem Gewicht hinweisen. Die Erfahrungen / Erfahrungsberichte von erwachsenen Patienten, die Sertralin erhalten haben, sind aber in der Summe weitgehend positiv (vgl. Sertralin Erfahrungsberichte). Die erste Woche kann wegen Rauschzuständen oder anderen Erscheinungen etwas hart sein. Man könnte diese Symptome als eine typische und somit normale Erstverschlimmerung eines SSRI Antidepressivums ansehen. Vgl. Sertralin Erstverschlimmerung, sowie auch: Fluvoxamin Nebenwirkung, Amitriptylin Erfahrungen.

Doch Angst vor diesem Arzneimittel muss niemand haben. Es lohnt sich, die Einnahme von Sertralin auch bei der Angst vor anhaltenden Nebenwirkungen fortzusetzen. Der Hirnstoffwechsel stellt sich nach und nach auf den serotonergen Wirkstoff ein.

Quellen:

  • arznei-news.de/sertralin-erfahrung/
  • youtube.com/watch?v=mP2ocXtNVqE
  • youtube.com/watch?v=pF9uJCIw7pQ

Die Anwendungsgebiete für Sertralin

Der SSRI Wiederaufnahmehemmer Sertralin hat folgende Anwendungsgebiete:

1. Depressionen

Bei mittleren und schweren Depressionen wird Sertralin normalerweise in einer Anfangsdosis von 50mg verschrieben. Die Einnahme von Sertralin ist selbst bei Patienten mit sehr schweren Depressionen erfolgreich. In solchen Fällen muss aber oft die Dosis höher angesetzt werden. Dazu sind schrittweise Dosis-Erhöhungen bis maximal 200 mg Sertralin möglich. Bei Verwendungen von maximal 12 Wochen wirkte Sertralin in Studien besser als ein Placebo. Bei längerfristiger Einnahme wirkten diese Antidepressiva sogar besser als eine interpersonelle Psychotherapie.

Liegt eine Kombination von Depressionen mit einer Zwangsstörung vor, wirkte Sertralin in Studien besser als Desipramin. Dass Sertralin zahlreiche Nebenwirkungen hat, ist bekannt. Doch bei einer Depression, die eine Komorbidität mit einer Panikstörung hat, sind die Nebenwirkungen geringer als die von Imipramin. Es existieren jedoch unveröffentlichte Negativ-Studien mit anderen Ergebnissen.

2. Zwangserkrankungen

Zwangserkrankungen können sowohl bei Erwachsenen wie auch bei kleineren Kindern am sechs Jahren erfolgreich mit Sertralin behandelt werden. Es erweist sich in Studien sogar als wirksamer als Fluoxetin, unterliegt in der Wirkung aber dem Clomipramin. Für Langzeitbehandlungen von Zwangserkrankungen sind Tabletten mit Sertralin-Hydrochlorid sehr gut geeignet.

3. Panikstörungen

Die Behandlung von Panikstörungen und Angsterkrankungen bei Erwachsenen kann mit Sertralin erfolgreich vorgenommen werden. Es spielt keine Rolle, ob zusätzlich eine Agoraphobie vorliegt oder nicht. Bei Panikstörungen ist die Dosis zu Beginn meist 25 mg Sertralin. Nach einer Woche kann gegebenenfalls eine Erhöhung der Dosis auf 50mg vorgenommen werden. Kleine Therapieschritte bei der Dosis-Erhöhung können die typischen Sertralin Nebenwirkungen, die mit der Einnahme der Tabletten einhergehen, um einiges abmildern.

4. Soziale Phobien

Die Behandlung einer sozialen Phobie ist mit Sertralin zwar generell erfolgreich. Der Behandlungserfolg kann jedoch bis zu zwölf Wochen auf sich warten lassen. Studien ergaben, dass Patienten, die erst als erwachsene Menschen an einer sozialen Phobie erkrankt sind, deutlich besser auf das Medikament ansprechen als solche, die bereits in Kindheit oder Jugend an dieser Erkrankung litten.

Zu Beginn wird die Behandlung mit einer niedrigen Dosis von 25 mg täglich eingeleitet. Nach der ersten Behandlungswoche kann sie gegebenenfalls auf 50mg erhöht werden. Durch die langsame Steigerung der Dosis können die typischen Sertralin Nebenwirkungen verringert werden.

5. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS)

Bei anhaltenden Belastungsstörungen in Folge eines zurückliegenden Traumas kann die Wirkung von Sertralin erst nach 12 Wochen eintreten. Bei manchen Patienten mit PTBS dauert es sogar bis zur 24. Woche, bis ein Erfolg zu spüren ist. In diesem Fall ist begleitend zu der medikamentösen Therapie eine Trauma-Therapie ratsam. Zur Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) ist das Medikament Erfahrungen zufolge trotzdem gut geeignet.

Es hat sich erwiesen: Je länger der Patient bereits unter den Folgen einer PTBS leidet, desto schwerer spricht er auf die Einnahme der Sertralin-Tabletten an. Bei Kriegsveteranen, die ihre Traumata schon länger mit sich herumschleppen, dauert der Wirkungseintritt also meist länger. Die Sertralin-Tabletten erzielen dennoch häufig eine gute Wirkung. Manche Veteranen sagen aber in einer anderen Studie, das Medikament wirkt nicht. Ärzte und Psychologen werden daher meist in die Traumabehandlung eingebunden.

Quellen:

  • de.wikipedia.org/wiki/Sertralin
  • de.wikipedia.org/wiki/Serotonin
  • www.gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sertralin_26335
  • gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/antidepressiva/sertralin-gegen-depressionen

Wie sehen die Sertralin Nebenwirkungen aus?

Wie alle Antidepressiva, die sogenannte SSRI Wiederaufnahmehemmer sind, hat auch Sertralin diverse Nebenwirkungen. Erfahrungen damit zeigen, dass manche Nebenwirkung nur in der ersten Zeit nach der Einnahme auftritt und sich später bessert. Andere Nebeneffekte sind von Dauer. Dauer und Intensität der Sertralin Nebenwirkungen sind jedoch dosisabhängig.

Im Vergleich zu anderen SSRI Medikamenten soll Sertralin geringere Nebenwirkungen aufweisen. Nicht alle genannten Symptome müssen gleichzeitig bei jedem Patienten auftreten. Häufig kommt es laut Beipackzettel nach der Einnahme zu

  • Schläfrigkeit und Müdigkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Schwindelgefühlen
  • Zittern, Nervosität, innerer Unruhe
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Verstopfung oder Durchfall
  • Appetitlosigkeit
  • Problemen mit der Libido und der Sexualität
  • Kopfschmerzen
  • Bauchschmerzen
  • Hautausschlag oder Hautblutungen
  • Ohrensausen bzw. einem verstärkten Auftreten von Tinnitus
  • Herzklopfen oder Herzrhythmusstörungen
  • erheblicher Gewichtszunahme
  • eingeschränkter Fahrtüchtigkeit
  • Leberproblemen
  • Haarausfall
  • Mundtrockenheit
  • oder Bluthochdruck.

Eher selten können Nebenwirkungen wie Schilddrüsenunterfunktion, Harnverhalten, Blutplättchen-Mangel oder Krampfanfälle auftreten.

Die gefährlichste Nebenwirkung ist das sogenannte Serotonin-Syndrom. Es kann durch eine Überdosierung, ein Zusammenwirken mit anderen serotonergen Medikamenten (etwa eine Behandlung mit Pimozid) oder einer psychotrop wirkenden Droge wie LSD, Cannabis oder Kokain entstehen. Das Serotonin Syndrom ist eine potenziell lebensbedrohliche Komplikation. Diese bedarf eines umgehenden Aufenthaltes auf der Intensivstation einer Klinik. Ob es ärztlicher Erfahrungen nach zu Langzeitschäden kommen kann, ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Es hängt von den Gesamtumständen ab. Potenziell kann ein solcher Fall tödlich enden.

Viele Verwender klagen nach der Einnahme von Sertralin über einen Rausch. Auch darum darf das Antidepressivum nicht ohne Rezept abgegeben werden. Der Rausch ist zwar meistens kurz. Er vergeht nach wenigen Stunden. Tatsächlich wirkt dieses Arzneimittel aber so psychotrop wie eine Droge. Der Rauschzustand ist also erklärbar. Außerdem sind damit die Bedenken bei der Verabreichung an Kinder und Jugendliche erklärbar. Zudem kann jede echte Droge, die den Serotonin-Stoffwechsel beeinflusst, zu erheblichen Wechselwirkungen mit Sertralin führen. Das gilt beispielsweise für die gleichzeitige Einnahme von Kokain, LSD oder Speed. Jede stimulierende Pille kann zu ausgedehnten Rauschzuständen, Panikattacken und Durchfall führen.

Quellen:

  • gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/antidepressiva/sertralin-gegen-depressionen
  • netdoktor.de/medikamente/sertralin/
  • navigator-medizin.de/medikamente/sertralin/nebenwirkungen.html
  • psychotherapiepraxis.at/pt-forum/viewtopic.php?t=42146
  • gesundheitsfrage.net/g/frage/wechselwirkung-sertralin-und-drogen
  • de.wikipedia.org/wiki/Pimozid
  • youtube.com/watch?v=pSmtwQv-ieg

Was ist bei SSRI Antidepressiva generell zu beachten?

Antidepressiva der SSRI Klasse muss man langsam einschleichen. Man darf sie auf keinen Fall ohne ärztliche Anweisung absetzen, da sie in den Hirnstoffwechsel eingreifen; verschiedene Sertralin Erfahrungsberichte in Foren beschreiben eindrucksvoll, welches Risiko bei zu schnellem Absetzen besteht. Mit einer Langzeiteinnahme kann ein Rückfall in die schwere Depression (Major Depression) oder Zwangsstörung verhindert werden.

Für die Langzeitbehandlung setzen die behandelnden Ärzte ein Antidepressivum ein, das allgemein gut verträglich ist. Der behandelnde Arzt entscheidet sich dabei oft für Sertralin. Eine Abhängigkeit von diesem Medikament ist nicht zu befürchten. Die Patienten sollten sich aber der Wechselwirkungen und Gegenanzeigen für solche Medikamente bewusst sein. Je nach Dosierung fallen diese gravierender oder schwächer aus. Bei starken Beschwerden sollte der Arzt nicht die Dosis erhöhen.

Es kann zum Beispiel bei einer Angststörung anfangs zu verstärkter Angst kommen. Diese Erstverschlimmerung gibt sich. Sie ist aber unangenehm und sollte den Gang zum Arzt nach sich ziehen. Fast alle Antidepressiva lösen zunächst eine Erstverschlimmerung aus. Das mindert aber die positive Erfahrung damit nicht. Wechselwirkungen können mit einer ganzen Reihe anderer Medikamente / Arzneistoffe eintreten – beispielsweise mit MAO-Hemmern, anderen Psychopharmaka, bekannten Rauschdrogen, Neuroleptika, Antiepileptika, Antikoagulanzien, Schmerzmitteln wie Fentanyl, dem Magenmittel Cimetidin, sowie mit Alkoholika oder Grapefruitsaft.

Eine der Gegenanzeigen ist die Unverträglichkeit der Wirkstoffe. Unter der Wirkung dieses Arzneimittels sollte man nicht Autofahren. Das gilt insbesondere bei hoher Sertralin Dosis.

Quellen:

  • neuro-depesche.de/nachrichten/langzeittherapie-mit-sertralin-halbiert-rezidivrisiko/
  • onmeda.de/therapie/wirkstoffe/sertralin-id203951/
  • gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sertralin_26335#Wechselwirkungen
  • seele-und-gesundheit.de/therapie/kontraindikation.html
  • gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sertralin_26335#Kontraindikation
  • forum.schatten-und-licht.de/viewtopic.php?t=14596
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Darf Sertralin bei Kindern angewendet werden?

Da es bisher an Langzeitstudien mit Bezug zu Kindern und Jugendlichen mangelt, sollte das Arzneimittel nicht für die Behandlung einer Depression von unter achtzehnjährigen Kindern und Jugendlichen verwendet werden. Das sollte der behandelnde Arzt wissen. Eine Ausnahme besteht bei Kindern und Jugendlichen zwischen sechs und siebzehn Jahren, die an Zwangsstörungen leiden. Für Kinder, die jünger als sechs Jahre alt sind, ist die Einnahme von Sertralin generell untersagt. Der Grund: das Risiko feindseligen Verhaltens und eine erhöhte Suizidgefahr.

Kindliche Patienten mit Depressionen können anders besser behandelt werden. Die Sertralin Wirkung ist relativ stark und zudem psychotrop. Es gibt wirksame Arzneimittel, deren Nebenwirkung kleine Patienten weniger belasten. Zudem macht bei Kindern zusätzlich zu einem Antidepressivum eine Psychotherapie Sinn. Manche Störungen wie Zwangsstörungen lassen sich mit Sertralin jedoch bei Kindern gut behandeln. Hier ist die Sertralin Wirkung überzeugend. Die Anwendung hinterlässt positive Erfahrungen.

Ob eine kindliche Panikstörung oder eine andere Erkrankung damit behandelt werden kann, entscheiden die behandelnden Ärzte. Meistens ist der Nutzen nicht so hoch wie erwartet. Auch gegen Angst gibt es für Kinder und Jugendliche bessere Maßnahmen und Medikamente.

Quellen:

  • infomed.ch/screen_template.php?articleid=765
  • aerzteblatt.de/archiv/46728/Antidepressive-Therapie-bei-Kindern-und-Jugendlichen-Anwendung-und-Stellenwert-der-selektiven-Serotonin-Wiederaufnahmehemmer
  • gesundheit.de/medizin/wirkstoffe/antidepressiva/sertralin-gegen-depressionen

Erfahrungen in Schwangerschaft und Stillzeit

Auch eine schwangere Frau kann an Zwangs- und Angststörungen, PTBS und Depressionen leiden. Der Wiederaufnahmehemmer Sertralin kann bei einer Erkrankung der Psyche laut zahlreicher Erfahrungen und Studien auch in der Schwangerschaft verordnet werden. Die Fehlgeburts- und Fehlbildungsrate ist bei einer Therapie mit Sertralin sehr gering.

Die gewohnte Dosierung von Sertralin sollte jedoch gegebenenfalls vor der Geburt angepasst und gesenkt werden. Das Arzneimittel eigenmächtig absetzen darf die Schwangere aber nicht. Wenn vom Arzt so verordnet, wird das Medikament weiterhin morgens oder abends eingenommen. Es liegen ausreichend positive Erfahrungen mit Sertralin in Schwangerschaft und Stillzeit vor. Es kommt jedoch bei der Anwendung von Sertralin manchmal zu funktionellen Störungen beim Ungeborenen.

Diese Symptome treten bei drei von zehn Neugeborenen unmittelbar nach der Geburt auf. Das Neugeborene wirkt übermäßig erregt. Das Baby hat ein verändertes Schlafverhalten, Schlafstörungen oder fällt durch einen Tremor auf. Ursache der Beschwerden ist entweder eine latente Neurotoxizität des Wirkstoffes – oder aber der Entzug der Wirkstoffe aus den Filmtabletten, die die Schwangere eingenommen hat. Langzeitschäden sind jedoch nicht zu befürchten. Das haben entsprechende Studien bestätigt. Nach maximal zwei Wochen bessern sich die Beschwerden des Neugeborenen.

Eine Abhängigkeit des Neugeborenen ist nicht zu befürchten. Weitere Informationen zur Einnahme oder der Sertralin Dosis bei schwangeren Frauen sind dem Beipackzettel zu entnehmen. Wichtig ist, dass die Kindsmutter in ihrer Therapie ausreichend stabil eingestellt wurde – und dass es in der Schwangerschaft so bleibt. Es sollte vermieden werden, bei schwangeren oder stillenden Frauen die Sertralin Dosis erhöhen zu wollen. Wenn die Indikation dieses Antidepressivum vorsieht, sollte es weiterhin in gewohnter Dosierung morgens oder abends eingenommen werden.

In der Stillzeit ist zu beachten, dass das Medikament mit der Muttermilch an den Säugling weitergegeben wird. Dennoch galt Sertralin früher als ein bevorzugtes Antidepressivum, das während des Stillens weiterhin genutzt werden kann. Doch bei Frühgeborenen kann die Akkumulation des Wirkstoffes zu einer gestörten Stoffwechselaktivität führen. Das kann möglicherweise Symptome bei Säuglingen nach sich ziehen, die einem Entzug ähneln. Die Mutter kann außerdem Probleme beim Stillen haben.

Quellen:

  • embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/sertralin/
  • theconstantreader.com/de/sertralin-schwangerschafts-und-stillwarnungen/
  • psychic.de/forum/zukunftsangst-generalisierte-angststoerung-f57/schwangerschaft-und-sertralin-t106732.html
  • gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sertralin_26335#Schwangerschaft-Stillzeit

Der Zusammenhang mit Gewichtsproblemen

Besorgte Frauen fragen andere Betroffene bezüglich der Nebenwirkungen eines Medikaments oft in Online-Foren nach Erfahrungen bzgl. Problemen mit dem Gewicht (und oft auch bzgl. Kopfschmerzen und Übelkeit) bei der Behandlung / Anwendung. Sie fürchten Gewichtsabnahmen naturgemäß weniger als eine massive Gewichtszunahme. Die Sertralin Erfahrungsberichte zahlreicher Patienten besagen, dass Sertralin bei niedriger Dosierung meist keine nennenswerten Auswirkung auf das Gewicht hat. Wahr ist jedoch auch: Wenn jemand laut des behandelnden Arztes die Dosis Sertralin erhöhen soll, kann es zu teils erheblichen Gewichtszunahmen kommen. Eine Gewichtskontrolle ist bei einer Langzeitanwendung von Sertralin angezeigt, weil die Gewichtsabnahme ansonsten nicht leicht fällt.

Eine Zunahme von 15 bis 20 Kilo Gewicht gilt als schwere Nebenwirkung. Ein Antidepressivum, dass solche massiven Gewichtszuwächse verursacht, wirkt letzten Endes kontraproduktiv auf die Psyche des Patienten; verschiedene Erfahrungsberichte in Foren illustrieren das eindrucksvoll. Es sollte langsam ausgeschlichen und durch ein anderes Antidepressivum ersetzt werden.

Quellen:

  • spiegato.com/de/gibt-es-einen-zusammenhang-zwischen-sertralin-und-gewichtszunahme
  • gelbe-liste.de/wirkstoffe/Sertralin_26335#Wirkmechanismus
  • arznei-news.de/antidepressiva-gewichtszunahme-gewichtsabnahme/
  • pharmazeutische-zeitung.de/ausgabe-372011/medikamente-als-dickmacher/

Siehe auch: